Young female technician looking into microscope in medical laboratory

Fachartikel zu Dentinüberempfindlichkeit: Optimale Behandlung & Aufklärung von Kindern mit MIH

 

Lesedauer: 2 min

Autor: Dr. Anna Maria Schmidt, CP GABA, Scientific Affairs

 

Die Behandlung der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist sehr anspruchsvoll und erfordert von Zahnärzt*innen ein hohes Maß an Erfahrung und Ehrlichkeit gegenüber allen Beteiligten. Oberstes Ziel der Behandlung ist die weitestgehende Desensibilisierung des Kindes, damit das Kind die so wichtige Zahnpflege aufrechterhalten kann.

Als Zahnbildungsstörung ist die MIH bereits seit längerem bekannt, hat aber in den letzten Jahren ein zunehmendes Interesse erfahren. Die Versorgung der betroffenen Kinder ist sehr anspruchsvoll, da MIH-Zähne hypersensible Zahnhälse haben und sehr kälteempfindlich sind. Ziel der Behandlung ist die Schmerzfreiheit des Kindes. Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist laut Experten die enge Zusammenarbeit mit dem Kind, den Eltern und dem Praxisteam.

MIH: Wichtig ist es, die Zahnpflege aufrechterhalten

Gerade wenn das Kind bei der ersten Sitzung ängstlich ist, empfiehlt es sich Duraphat® Fluoridlack zu verwenden. Wenn sich eine Kalciumfluorid-Deckschicht über den Dentin-Kanälchen und der Zahnhartsubstanz gebildet hat und der Schmerz weniger wird, kann dies das Vertrauen zum behandelnden Praxisteam fördern. Oftmals sind die Kinder dann auch eher bereit, die so wichtige Zahnpflege aufrecht zu erhalten. Sinnvoll ist die Verwendung von elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Zahnpasta, um die hypersensiblen Zahnhälse in den Griff zu bekommen. Besonders für die Schule kann auch elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Mundspülung ohne Alkohol, mit Arginin eingesetzt werden sowie bei Kindern ab 6 Jahren auch elmex® gelée. Mindestens bis zum achten Lebensjahr sollten die Eltern nachputzen.

Von Anfang an sollten die Zahnärzt*innen den Kindern offen und ehrlich erklären, dass sie ohne etwas falsch gemacht zu haben schwierige Zähne mit einer hohen Dentin-Hypersensibilität haben. Den Eltern gilt es die Sicherheit zu geben, dass sie diese Mineralisationsstörung nicht hätten verhindern können. Weder die Eltern noch das Kind können etwas für diese Zahnerkrankung. Es muss von Anfang an klar sein, dass man als Zahnärzt*in nur zusammen mit dem Kind, den Eltern und dem Praxisteam erfolgreich sein kann. Der Schlüssel für eine optimale Betreuung der MIH-Patient*innen ist das offene Gespräch mit allen Beteiligten. Laut MIH-Experten helfe vor allem das partnerschaftliche Miteinander von Kind, Eltern und Praxisteam bei der oft schwierigen Behandlung der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation erfolgreich zu sein.

Die elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL-Produkte wurden für die Behandlung schmerzempfindlicher Zähne entwickelt. Ihr Einsatz bei MIH erfolgt außerhalb ihrer Zweckbestimmung.

Duraphat® Dentalsuspension. Wirkstoff: Natriumfluorid. Zusammensetzung: 1 ml Suspension enthält 50 mg Natriumfluorid (entsprechend 22,6 mg Fluoridionen). Sonstige Bestandteile: Ethanol 96 %, Gebleichtes Wachs, Kolophonium, Himbeer-Aroma, Schellack, Mastix, Saccharin. Anwendungsgebiete: Kariesprophylaxe, Behandlung überempfindlicher Zahnhälse. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Ulcerierende Gingivitiden und Stomatitiden, allergisches Asthma bronchiale. Nebenwirkungen: Bei Neigung zu allergischen Reaktionen sind in Ausnahmefällen, besonders bei breitflächiger Applikation, ödematöse Schwellungen der Mundschleimhaut beobachtet worden. In sehr seltenen Fällen wurden ulcerierende Gingivitiden und Stomatitiden, Brechreiz und Übelkeit sowie Hautreizungen und Angioödeme beschrieben. Bei Patienten mit allergischem Asthma bronchiale können in seltenen Fällen Asthmaanfälle auftreten. Warnhinweis: Enthält 33.14 Vol-% Alkohol. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Pharmazeutisches Unternehmen: CP GABA GmbH, Beim Strohhause 17, 20097 Hamburg. Verschreibungspflichtig Stand April 2014.

elmex® gelée. Zusammensetzung: 100 g elmex® gelée enthalten: Aminfluoride Dectaflur 0,287 g, Olaflur 3,032 g, Natriumfluorid 2,210 g (Fluoridgehalt 1,25 %), gereinigtes Wasser, Propylenglycol, Hyetellose, Saccharin, Apfel-Aroma, Pfefferminzaroma, Krauseminzöl, Menthon-Aroma, Bananen-Aroma. Anwendungsgebiete: Zur Kariesprophylaxe; therapeutische Anwendung zur Unterstützung der Behandlung der Initialkaries und zur Behandlung überempfindlicher Zahnhälse. Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe, Abschilferungen der Mundschleimhaut und fehlende Kontrolle über den Schluckreflex, Kinder unter 3 Jahren. Nebenwirkungen: sehr selten: Exfoliation der Mundschleimhaut, Gingivitis, Stomatitis, Rötung, Brennen oder Pruritus im Mund, Gefühllosigkeit, Geschmacksstörungen, Mundtrockenheit, Schwellung, Ödem, oberflächliche Erosion an der Mundschleimhaut (Ulkus, Blasen), Übelkeit oder Erbrechen, Überempfindlichkeitsreaktionen. Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Pfefferminzaroma und Krauseminzöl Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden. Die Gesamtzeit der Anwendung (Putz- und Einwirkzeit) darf 5 Minuten nicht überschreiten. CP GABA GmbH, 20097 Hamburg. Packungsgrößen: 25 g Dentalgel (apothekenpflichtig); 38 g Dentalgel (verschreibungspflichtig); 215 g Klinikpackung (verschreibungspflichtig). Stand: April 2014